Mark Frölich – All for Skateboarding

MARK FRÖLICH

ALL FOR SKATEBOARDING

Interview — Fabian Reichenbach

MARK FRÖLICH

ALL FOR SKATEBOARDING

Interview — Fabian Reichenbach

So Mark, zunächst würde ich dich gerne fragen, wie es dazu kommt, dass nun noch eine OG Version von deinem „One for the Homies“ Part veröffentlicht wird. Ist der Edit bei diesem „Directors Cut“ ein komplett anderer und wieso gibt es jetzt zwei Versionen davon?

Also im Endeffekt sind es dieselben Tricks und Songs, allerdings hat die OG-Version ein anderes Intro/Outro und eine Stelle mitten drin ist auch anders. Das Skating ist sozusagen in eine kleine Story eingehüllt. Wie man ja eh auch schon am Soundtrack sehen konnte, ist das ganze Ding ein bisschen an Western-Movies angelehnt und die original Version um so mehr, dadurch machen die Songs auch noch mehr Sinn. Naja, dann gab es leider mit unserem “Schauspiel“ ein Problem mit “TheBerrics” (mit denen wir die Online-Präsentation geplant hatten) Im Schauspiel wird der Name vom Video auf einer Whiskey-Pulle gezeigt und die von TheBerrics haben wohl die klare Vorgabe keine “alcohol-related“-Shots in Videos zu zeige,n die sie präsentieren . Da hab ich nicht schlecht gestaunt. Ich komme aus den späten 90ern und so wie ich mit Skateboarding groß geworden bin, hätte ich niemals dran gedacht, dass sowas überhaupt zum Problem werden könnte, haha. Anyways – bin auf jeden Fall stoked dass dann jetzt auch die OG-Version draußen ist.

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Polejam — © Daniel Suárez

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fs Nosegrind — © Daniel Suárez

Wie man auch ständig über dich liest, weiß mittlerweile jeder, dass du ein richtiges Working-Horse bist, was Footy und Parts angeht. Diese werden ja gefühlt am laufenden Band produziert. Hast du diesbezüglich eine konkrete Herangehensweise mit dem Ziel, á la „ Ich muss jetzt noch einen Part filmen“ oder geschieht das bei den täglichen Missions auf einem natürlichen Weg, dass so viel Footy von dir entsteht?

Also im Generellen gehe ich einfach gerne skaten und mag es neue Spots anzugehen. Ich hab auch schon den Anspruch mich immer weiter zu entwickeln und dabei hilft einem ein Video-Projekt auch oft. Abgesehen davon ist es für mich einfach, nach wie vor, das Persönlichste (und das Wertvollste) was man als Skateboarder von sich preisgeben kann. Ich hab natürlich manchmal auch einfach den Auftrag für einen meiner Sponsoren nen Part etc. zu filmen, in dem Fall ist es dann natürlich auch irgendwo ein Muss. Aber Meistens macht es dann ja auch eh Bock und so lange der Vibe dabei gut ist, ist alles gut. Bei meinen Video-Projekten, die ich selbst in die Hand nehme ist es manchmal so, dass Footy zusammen kommt und ich dann einfach versuche was Cooles draus zu machen, oftmals stecke ich aber auch schon echt viele Gedanken in die Sache. Grade bei Projekten wie “One For The Homies“ kann man sich, glaube ich, kaum vorstellen was da alles durch meinen Kopf ging bis das Ding dann endlich fertig war. Das kann auch manchmal alles ganz schön intensiv sein,haha – u gotta love it, if u don`t – don`t even try!

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180 Nosegrind revert — © Fabian Reichenbach

Es ist auch ziemlich normal, dass man sich über Spots oder Tricks Gedanken macht, was man wo noch versuchen kann, ganz klar. Hast du eine Checklist, auf der Tricks & Spots notiert sind, die noch unbedingt in den nächsten Part rein sollen?

Ich schreibe mir Spots und Trick-Ideen raus ja, einfach damit ich sie nicht vergesseund nach 15 Jahren in BCN bin ich auch echt immer sehr happy wenn mir mal wieder ne gute Idee an nem Spot kommt oder ich gar einen Neuen finde. Ne richtige „to do-list“ mach ich mir aber eher nicht, das ist nicht wirklich mein Style. Flow ist wichtig, den darf man nicht unterbinden!.

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Ollie — © Fabian Reichenbach

Woher kommt diese ganze Motivation, immer noch eine Schippe drauflegen zu wollen?

Wie gesagt ich brauch Progress im Leben und somit auch im Skaten. Abgesehen davon hab ich mein Leben dem Skaten gewidmet und möchte somit auch wirklich mein Bestes geben, just trying to make every day count. Naja und dann muss ich, denke ich, nicht mehr erwähnen dass ich einfach wirklich gerne moshe! Mich hat mal jemand gefragt, ob ich versuche irgendwelche Rekorde zu brechen oder so. Ich hab mir nur gedacht: “Boah couldn`t be less interested “, haha. Wenn ich nen harten Spot skate, dann mach ich das, weil ich da Bock drauf habe – that`s about it. Moshen macht frei! Außerdem muss ich sagen, dass ich es auch mag, etwas beisteuern zu können. Manchmal guck ich mir gewisse Entwicklungen an, zieh mir rein, in welche Richtungen sich Skateboarding heut zu tage bewegt und denk mir dann: „Hey Mark – du und ähnlich oder Gleichgesinnte, ihr müsst weiter machen und der Sache weiterhin was beisteuern, sonst dreht sich demnächst alles nur noch um Competition, Instagram und Länder-Trikots, an Stelle von unterschiedlichen Styles .
Naja und dann ging ja die ganze „One for ”-Nummer los, da wollte ich natürlich nie enttäuschen, haha.

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fs Noseslide — © Thomas Gentsch

In deinen Parts sieht man ja oft, dass Bänke oder ähnliche Objekte an Spot gestellt und von dir geskatet werden. Wieso nimmst du den Spot nicht einfach so wie er ist, bzw. suchst dir die entsprechenden, natürlichen Spots? Woher kommt diese „Der Spot ist gut, aber es fehlt noch etwas“ – Attitude?

Wie gesagt, 15 years Barcelona ist nicht immer einfach was Neues zu machen, von daher muss man da halt auch manchmal ein bissl DIY-Attitude an den Tag legen.  Naja und dann kommt mir halt ab und an mal wieder ne Idee, Gegenstände zu verknüpfen um neue Möglichkeiten zu erschaffen. Ist jetzt auch nicht so als würden mich Brands ständig um die ganze Welt fliegen lassen. Das, gepaart mit der weltweiten Super-Shituation in der wir uns grade befinden, da muss man eben das Beste aus dem machen, was man hat.

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bs Kickflip — © Robert Christ

Die Frage, ob wir mit weiteren Parts rechnen können, scheint überflüssig zu sein. Was mich interessieren würde, ist, ob außerhalb von Skateboarding für dich in den nächsten Jahren  noch Pläne anstehen? Ich stelle mir dich ganz gut in einer federführenden Position, „hinter den Kulissen“, beispielsweise als TM vor. Gibt es dafür Pläne?

Ideen für die Zukunft hab ich wohl ein Paar, wie wir grade alle sehen konnten ist es eher schwierig sein Leben zu planen und oftmals ist unsere Gegenwart schon challenging genug, aber,  ja, ein Gespäech mit den Cheffes von Jart steht mal wieder an – wäre cool da ein bissl Einfluss nehmen zu können, in ein paar Sachen da involviert zu sein. Aber im Generellen bin ich definitiv positiv eingestellt in Hinsicht auf mögliche Opportunities im Skate-Biz. Bin mir sicher dass ich über die Jahre einiges mitgenommen habe und ich denke ich kann Brands in vieler Hinsicht behilflich sein – wäre schön wenn sich da was Cooles ergibt! …und ob ich vorhab weiter zu moshen? – Come on man, haha. Möchte euch vom Irregular Mag mal wieder ein dickes Dankeschön für dieses Feature aussprechen, a pleasure as always! Ich möchte mich bei allen Filmern und Fotografen bedanken, die mir mit den Pics und den  Video-Projects geholfen haben. Vielen Dank an alle sie sich die Zeit genommen haben diese Zeilen zu lesen  und/oder sich “One For The Homies“ und/oder “Go Skateboarding “  angeguckt haben.

Muchisimas gracias!

Last but not least – Dankeschön and meine Sponsoren, Jart, Lousylivin, Urban-Supplies, Plan-B Skateshop, Mob-Grip und Ricta.

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bs Overcrooks — © Daniel Suárez

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