Vans – Propeller Videopremiere Berlin

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Greg Hunt – Director – DoP – Editor

Hi Greg. Wie lange habt ihr am Video gedreht?

Angefangen damit habe ich vor fünf Jahren aber im ersten Jahr kamen wir nicht weit, da jeder an irgendwelchen anderen Projekten noch gearbeitet hat. Die letzten drei Jahre filmten wir dann intensiv für Propeller.

Ist es das noch wert?

Definitiv ja. Ich verstehe was du meinst aber die Leute sehen den Unterschied. Momentan denkt jeder, du sollst dein Video übers Netz releasen, damit du ständig die Statistiken und alles siehst.

Viele fragen mich, ah wie fühlst du dich jetzt, das letzte große Video gemacht zu haben? Da frage ich nur zurück, ob du ernsthaft denkst, dass es keine Full Length Videos mehr geben wird? Natürlich wird es die weiterhin geben. Momentan ist zwar alles ins Web verlagert und alles basiert nur noch auf Zahlen: Wie viele haben es kommentiert, wie viele folgen mir usw, dass sind für die meisten die einzigen Werte, um die sich Sorgen machen.

Ich bin der Meinung, dass du nicht dasselbe in 3-6 Monaten erschaffen kannst, wie wir in drei Jahren. Es passieren so viele Momente, die du einfängst einfach dadurch, dass wir so lange mit einander unterwegs waren. Kein Lückenfüller, wie „Oh das sieht einfach gerade schön“, sondern Momente, die sich einfach echt anfühlen. Ich habe zusätzlich auch jeden Fahrer einzeln in seiner Umgebung besucht und eine Woche mit ihm verbracht. Wir haben gedreht und sie einfach leben lassen.

Ich bin der Meinung, dass Full Length Videos wichtig sind und ich hoffe, dass es auch noch von vielen anderen so gesehen wird. Ich verstehe es, dass viele sagen, dass Full Length Videos einfach zu teuer oder zu aufwendig sind. Klar ich versteh, dass du dann von den DVD-Verkäufen abhängig bist und man nicht mehr so locker 50.000 Stück verkauft, wie in 2003. Ich bin auch sehr glücklich darüber, dass es Vans nun einfach gewagt hat, denn Full Length Videos gehören einfach zum Skateboarding seit den 80ern und Vans glaubt an Skateboarding. Und hoffentlich denken sich einige danach „Yeah, ich will auch ein Full Length Video machen, scheiss auf die Webvideos!“

SGO_6264Wenn sich welche unterhalten und fragen: „Hast du den geilen Online Part von So und So gesehen? Ja habe ich.“ Aber wie oft schaust du dir den an, weißt wie ich mein? Es kommt soviel online raus und bei vielen Sachen denkt man auch, dass sie besonders werden aber leider sind die meisten Sachen einfach austauschbar. Du brauchst auch kein verrückt übertriebenes Budget für ein Full Length Video. Fast jeder Skateshop könnte eins machen. Du musst dir nur Zeit lassen, denn es benötigt einfach seine Zeit bis du etwas gutes zusammen bekommst.

 

 

Unser Review zur Premiere

Ort des Geschehens war das Babylon Kino am Rosa-Luxemburg-Platz, welcher sich ab 20:00 Uhr schon ordentlich füllte. Im Empfangsbereich wurde man herzlich begrüßt mit einem Propeller Shirt und Gratis Popcorn.

Nach einer kleinen Ansprache im Kinosaal kam Steve van Doren auf die Bühne und heizte den Saal ein. Er wedelte mit einem 100 Dollar Schein und erklärte, dass er den Schein, demjenigen schenkt, der als erstes seinen Vans Schuh in die Höhe hält. Gesagt – getan und der Erste ging auf die Bühne und holte sich seine 100 Dollar ab.

SGO_6267Danach wurde noch das angereiste Vans Team auf die Bühne gebeten und alle durften noch einmal mit Ihrem Handy ein Foto machen oder auch einfach nur den Moment innehalten. Chris Pfanner machte noch einmal Stimmung und dann hieß es – FILM AB.

Im Intro ging es, wie in alten Zeiten, mit den Legenden wie Steve Cabalerro oder Tony Alva los. Das Video war ganz klassisch ohne viel Schnick Schnack aufgebaut. Intro – Vorstellung aller Fahrer – Parts – Abspann/Outro.

Die Musik war, wie auch erwartet, sehr rocklastig aber auch sehr passend. Das ganze Video harmoniert als ein Ganzes. Ebenso hatte man das Gefühl, die Personen in den einzelnen Parts kennenzulernen, auch wenn es nicht viele Impressionen rund ums skaten gab. Es wurden hauptsächlich unbekannte Spots gefahren, die entweder zur Kreativität anregten oder zur Zerstörung. Trotz der filmischen High End Professionalität, wo man merkt, dass bei jedem Trick die richtige Perspektive gewählt wurde, hat man das Gefühl, dass sich hier Freunde zum Skaten getroffen haben und nicht zum filmen. Somit vermittelt das Video das, was das wohl Wichtigste ist und bleibt – Spaß am skaten. Dass das Publikum derselben Meinung war, merkte man an der Stimmung, welche mit einem Stadionspiel vergleichbar war. 

Kurz gesagt: Ein verdammt gut gefilmtes Skateboardvideo mit dem natürlich zugehörigen hohen Niveau an Tricks und musikalisch perfekt mit dem Originalton abgestimmt. Die investierten 3 Jahre haben sich mehr als gelohnt.

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