Brot und Spiele – COS Rust 2020

BROT UND SPIELE

COS RUST 2020

Text & Fotos by Thomas Gentsch

Der Ausdruck „Brot und (Zirkus)spiele“ entstammt einem römischen Dichter namens Juvenal und war satirischer Natur. Vereinfacht kann man ihn quasi als Beschreibung einer Art der Wahlmanipulation interpretieren, frei nach dem Motto „Gibt man den Menschen Getreide und Schauspiele, so lassen sie sich im Bann halten und geben dir ihre Stimme“. Und so banal es auf den ersten Gedanken scheinen mag, auch 2000 Jahre später lässt sich dieser Spruch auf so manches gesellschaftliches Geschehen übertragen – sogar auf einen COS Cup.

So lud nach sieben Monaten Zwangspause der COS zum zweiten Contest der Serie zur deutschen Meisterschaft im Skateboarding 2020 nach Rust in den Europapark. Der Menge der Starter nach zu urteilen herrscht in der deutschen Skateszene scheinbar doch ein hoher Bedarf an dieser etablierten Contestserie, und sogar der Trainer- und Kaderstab der Olympiafraktion fand den Weg in den Breisgau. Es ist schon interessant zu beobachten, wie sich aufgrund der pandemischen Einschränkungen neue Allianzen bilden und auf einmal der COS als Qualifikations-Event für die „SKTWK 2021“ fungiert. Kurz gesagt, alle haben sich wieder lieb und es geht in „Skateboard-Deutschland“ endlich wieder um das Wesentliche – Skateboarding.

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Rocco — Wallie Manual Splash

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Denny Pham — Nollie Heelflip

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Jeffrey Esguerra — fs Bluntslide

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Rocco — bs Tailslide

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Als wäre es eine Fügung römischer Götter, fand obendrein in Rust erstmalig ein sogenannter „Side-Event“ statt, der, ebenso wie der Ravenol Barrel-Jump vor einigen Jahren, auch einem alteingesessenen Event wie dem COS Cup frischen Wind einhauchen kann. Die „#warsteinerstreetchallenge“ (unter diesem Hashtag findet ihr die Clips) hat zum Ziel, Fahrern, die nach dem eigentlichen Event noch Streetskaten gehen, die Möglichkeit zu bieten, auch an dieser Stelle noch etwas zu gewinnen: 5 Kisten Bier und 200 Euro! Nun war es sicher keine leichte Aufgabe in einem Dorf wie Rust passende Spots zu finden, aber gerade das fördert ja bekanntlich die Kreativität und beim nächsten Stopp in Leipzig wird es sicher ein wahres Clipfeuerwerk geben.

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Justin Sommer — fs Flip 

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Yannick Schall — Nollie Nosebluntslide

Der eigentliche Contest war wie immer geprägt von einem spannenden Finale und Justin Sommer gewann ganz knapp vor Denny Pham. Eine zuvor nie dagewesene Menge an weiblichen Startern bewies, dass es in Deutschland auch an dieser Stelle voran geht und auch bei den „Masters“ war das Level ungeahnt hoch. Danke an den Europapark und den COS für Brot und Spiele, wir haben sie alle vermisst!

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Lea Siffredi – bs Air

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